Der Headless-CMS-Markt wächst rasant. Er wird auf knapp 4 Milliarden Dollar in 2026 geschätzt und soll bis 2034 auf über 22 Milliarden wachsen – ein jährliches Wachstum von über 21 Prozent. Sanity Der Grund: Unternehmen merken, dass klassische CMS-Systeme die Anforderungen moderner Multi-Channel-Delivery nicht mehr erfüllen. Web, App, IoT, Voice – Inhalte müssen überall ankommen, nicht nur auf einer Website.
Die Platzhirsche sind bekannt. Contentful für Enterprise-Governance und globale Skalierung. Strapi für Teams die volle Kontrolle über Infrastruktur und Daten wollen. Magnolia als Brücke zwischen klassischem Page-Management und API-first Content Delivery – besonders stark wenn mehrere Systeme gleichzeitig bedient werden müssen. Webstacks Sanity für Developer-Teams die Content als strukturierte, programmatische Daten behandeln. Allen gemeinsam: Die Trennung von Inhalt und Darstellung. Einmal modellieren, überall ausspielen.
Liferay hat das lange über Web Content und Asset Libraries gelöst – und dabei ein fundamentales Problem gehabt: Inhalte waren Site-gebunden. Wer denselben Artikel auf zwei Portalen brauchte, pflegte ihn zweimal.
Was das neue CMS wirklich ist – und was nicht
Das neue Liferay CMS löst dieses Problem. Inhalte leben in Spaces – nicht mehr in Sites. Ein Space ist konzeptionell eine unabhängige Content-Einheit, die Teams, Projekten oder Marken zugeordnet werden kann. Technisch gesehen sind Spaces unter der Haube nach wie vor Liferay Sites – aber der entscheidende Unterschied liegt woanders: Alles ist mit Liferay Objects gebaut.
Das ist kein kosmetisches Redesign. Es ist ein anderes Datenmodell. Content wird nicht mehr als statische Web-Content-Struktur gespeichert, sondern als Object – mit eigenen Feldern, Validierungen, Workflows, API-Endpunkten und Versionierung. Das bedeutet: Jede selbst definierte Content-Struktur bekommt automatisch REST und GraphQL APIs. Keine Custom-Entwicklung, kein Service Builder.
Warum das für Enterprise-Portale wichtig ist
Was Contentful und Strapi reinen Web-Projekten geben, gibt das neue Liferay CMS jetzt integriert dem Enterprise-Portal: eine zentrale Content-Basis, die über APIs an beliebige Kanäle ausgeliefert werden kann – und gleichzeitig nativ in die bestehende Liferay-Infrastruktur eingebettet bleibt. Benutzerrollen, Workflows, Authentifizierung, Berechtigungen – das alles ist out of the box vorhanden. Bei Contentful oder Strapi muss das separat aufgebaut werden.
Gerade für Unternehmen mit komplexen Portallandschaften – mehrere Sites, verschiedene Teams, unterschiedliche Kanäle – ist das ein erheblicher Vorteil. Kein zusätzlicher Stack, kein weiteres System.
KI – schon vorgedacht, noch nicht fertig
2026 ist das Jahr in dem KI-Integration von einem Nice-to-have zum Standard im CMS-Markt wird. Contentful automatisiert Lokalisierung und SEO-Optimierung, Strapi generiert Content-Typen und Alt-Texte per KI-Chat. WeBlogTrips
Liferay zieht nach – und das neue Object-basierte Datenmodell ist dafür die richtige Grundlage. Strukturierte, maschinenlesbare Daten sind die Voraussetzung für sinnvolle KI-Assistenz. Wer Content als unstrukturierten HTML-Block speichert, kann ihn nicht automatisiert verarbeiten. Wer ihn als typisiertes Object mit Feldern und Metadaten speichert, schon. Die KI-Integration in das neue Liferay CMS ist noch in der frühen Phase – aber die Architektur ist darauf ausgelegt.
Unser Fazit
Das neue CMS ist ein richtiger Schritt zur richtigen Zeit. Liferay holt nach, was der Markt seit Jahren fordert – und tut es auf eine Art die für bestehende Liferay-Installationen Sinn ergibt: integriert statt isoliert, auf der bewährten Objects-Plattform aufgebaut, mit klarer KI-Roadmap.
Wer heute noch neu auf Web Content baut, baut auf Sand. Wer auf 2026.Q1 upgradet und neue Inhalte im neuen CMS anlegt, ist für die nächsten fünf Jahre gut aufgestellt.
