Strapi 4 erreicht im April 2026 offiziell das End-of-Life (EOL), ab dem Punkt endet die Bereitstellung von Security-Fixes. Für Portalworks-Kunden, die noch mit Strapi v4 arbeiten, ist diese Deadline nicht nur ein organisatorischer Marker – sie bedeutet ein fundamentales Sicherheitsrisiko.
### Was ist passiert?
Ab Oktober 2025 werden für Strapi 4 keine neuen Bug-Fix-Releases mehr erstellt; nur Security-Releases werden bis April 2026 bereitgestellt. Das System befindet sich in einer reinen Maintenance-Phase – neue Features sind ausgeschlossen, und sogar kritische Fehler werden nicht mehr adressiert. Nach April 2026 exponierten Organisationen sich Sicherheitsvulnerabilitäten, da neue gefundene Schwachstellen nicht mehr gepatcht werden.
### Warum ist das relevant?
Diese Entwicklung ist für produktive Systeme kritisch. Nach dem EOL-Datum werden selbst Security-Fixes eingestellt, was Projekte auf v4 anfällig für Exploits und Compliance-Bedenken machen kann. Gleichzeitig nimmt die Community-Unterstützung ab, während sich die meisten Nutzer zu v5 bewegen. In einer schnelllebigen Sicherheitslandschaft ist eine unsupported Version ein inakzeptables Risiko.
### Technische und strategische Implikationen
Die Migration zu Strapi v5 bringt substantielle Veränderungen mit sich, die sorgfältige Planung erfordern. Strapi 4-Plugins sind generell nicht direkt mit Strapi 5 kompatibel; die gute Nachricht ist, dass die meisten beliebten Plugins bereits Strapi 5-Updates bereitgestellt haben.
Technisch müssen Entwickler mit mehreren Breaking Changes rechnen: REST API mit flacherer Nesting-Struktur, Document Service statt Entity Service, neue File-Upload-Anforderungen, Node 18+ erforderlich, und entfernte/umbenannte interne Packages wie @strapi/utils und das helper-Plugin.
Die gute Nachricht: Strapi bietet ein CLI-Upgrade-Tool, das viele Code-Änderungen automatisiert, obwohl Sie nach dem automatisierten Prozess manuell testen und beheben müssen.
### Unsere Expertenposition
Warten bis April 2026 ist keine Option. Unternehmen sollten ihre Migration sofort planen. Der August 2026 wird nicht anders sein – v4 ist dann unbrauchbar. Portalworks empfiehlt eine proaktive Strategie:
1. Audit: Identifizieren Sie alle aktiven v4-Projekte und deren Plugin-Abhängigkeiten.
2. Priorisierung: Beginnen Sie mit geschäftskritischen Systemen, die in produktiven Umgebungen laufen.
3. Testphase: Nutzen Sie die automatisierten Migration-Tools, definieren Sie aber realistische Test-Szenarien für Ihre custom Code und Integrationen.
4. Rollout-Plan: Stellen Sie sicher, dass Teams geschult sind und Rollback-Szenarien vorliegen.
Strapi 5 erhält alle neuen Security-Patches und Bug-Fixes; das Laufen auf v5 gewährleistet eine sichere und stabile Basis mit zeitnahen Updates vom Strapi-Team.
### Fazit
Die Migration ist nicht optional – sie ist dringend notwendig. Wer bereit ist, sollte nicht zögern: Die Strapi-Community hat offizielle Ressourcen, Migration-Guides und ein robustes Upgrade-Tool bereitgestellt. Es ist eine Investition, die sich mehrfach auszahlt.
Portalworks begleitet Ihre Strapi-Migration von der Strategie bis zur produktiven Umsetzung – kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Analyse Ihrer v4-Projekte.
