Liferay

Liferay SEO & AEO Studio in der privaten Beta

Was das Studio bereits analysiert, welche Änderungen direkt live gehen und worauf Liferay-Teams bei einem Pilotprojekt achten sollten.

Am 2. November 2026 hat Liferay die Beta seines SEO & AEO Studio angekündigt. Das Werkzeug bündelt die Analyse von Websites für klassische Suchmaschinen und KI-Antwortdienste. Für bestimmte Befunde kann es Korrekturen vorschlagen und direkt in Liferay DXP übernehmen. Liferay stellt die private Beta auf Anfrage im AI Hub bereit. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Quellen: Pressemitteilung von Liferay · Dokumentation zum Beta-Zugang

Vom Seitencheck zur Analyse einer ganzen Domain

Das integrierte Seitenaudit in Liferay DXP prüft SEO- und Barrierefreiheitsmerkmale einzelner Seiten. Das Studio erweitert die Analyse auf die öffentlich erreichbaren Seiten einer Domain. Der Crawler lässt sich manuell starten oder nach Zeitplan ausführen. Er erkennt beispielsweise fehlende Meta-Beschreibungen, defekte interne Links und Weiterleitungsketten. Das Studio priorisiert die Befunde nach ihrer Auswirkung und der Zahl betroffener Seiten. Für den Scan muss unter /sitemap.xml eine öffentlich erreichbare Sitemap vorliegen.

Quellen: Funktionsübersicht der privaten Beta · Dokumentation zu den Scans

Die deutsche Produktseite beschreibt darüber hinaus Empfehlungen für interne Links, eine Analyse der Klicktiefe und eine Übersicht der bereits abgedeckten Themen. Liferay bewirbt dort auch Scans für mehrere Domains mit eigenen Einstellungen je Domain. Laut Dokumentation unterstützt die private Beta jeweils eine Domain zur selben Zeit. Für Unternehmen mit mehreren Webauftritten bestimmt diese Grenze, wie sie den Pilot aufsetzen können.

Quellen: Deutsche Produktseite · Beta-Dokumentation zu Scans

Welche Korrekturen Autofix in der Beta übernimmt

Für die private Beta dokumentiert Liferay Autofix bei fehlenden oder leeren Seitentiteln und Meta-Beschreibungen sowie bei zu kurzen oder zu langen Meta-Beschreibungen. Der KI-Assistent erstellt Vorschläge. Sobald jemand einen Vorschlag auswählt, schreibt Autofix den neuen Wert in die SEO-Einstellungen der Seite. Die Änderung ist sofort live. Autofix überschreibt den bisherigen Wert und bietet keine Rückgängig-Funktion.

Quellen: Autofix-Dokumentation

Die Produktseite beschreibt weitere Funktionen, darunter Vorschläge für Zusammenfassungen, FAQ-Abschnitte und strukturierte Daten sowie technische Korrekturen. In der Pressemitteilung nennt Liferay auch Massenänderungen und eine Freigabe über bestehende DXP-Workflows. Für den Pilotbetrieb kommt es deshalb darauf an, je Änderungsart zu prüfen, was in der eigenen Umgebung verfügbar ist und wann eine Änderung veröffentlicht wird.

Quellen: Deutsche Produktseite · Pressemitteilung von Liferay · Autofix-Dokumentation

Wie das Studio Sichtbarkeit misst

Nach der Anbindung von Google Search Console zeigt das Studio Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position in der Google-Suche. Google PageSpeed Insights ergänzt Leistungswerte für die gescannten Seiten. Auf der Produktseite beschreibt Liferay außerdem, wie das Studio Zugriffe von KI-Crawlern und Quellennennungen in KI-Antworten erfassen soll.

Quellen: Funktionsübersicht der privaten Beta · Deutsche Produktseite

Bei der Answer Engine Optimization (AEO) geht es darum, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Dienste sie finden, einordnen und als Quelle heranziehen können. Klar strukturierte Inhalte, prägnante Zusammenfassungen und gut beantwortete Fragen sind Beispiele, die Liferay nennt. Für die Bewertung der gemessenen Quellennennungen ist entscheidend, welche Fragen das Studio testet, welche Modelle es abfragt und wie oft es die Messung wiederholt. Die ausgewerteten Quellen erläutern diese Methodik nicht. Eine steigende Zahl von Quellennennungen lässt sich deshalb nur eingeschränkt einer konkreten redaktionellen Änderung zuordnen.

Quellen: Deutsche Produktseite · Funktionsübersicht der privaten Beta

Was Liferay-Teams vor dem Pilotstart klären sollten

Liferay muss das Studio im AI Hub für das jeweilige Konto freischalten. Für Autofix nennt die Dokumentation zusätzlich Liferay DXP ab 2026.Q1, eine öffentlich erreichbare DXP-Instanz, eine OAuth-Verbindung und deaktiviertes Staging für die betreffende Website. Vor DXP 2026.Q4 muss ein Administrator die Page Management API per Feature-Flag aktivieren. Preise, Lizenzbedingungen und die Unterstützung des eigenen Betriebsmodells sollten Teams direkt mit Liferay klären.

Quellen: Dokumentation zum Beta-Zugang · Autofix-Voraussetzungen

Bei Headless-Projekten lohnt es sich, Scan und Korrektur getrennt zu testen. Der Crawler untersucht die öffentlich erreichbaren Seiten der verbundenen Domain. Ob eine in DXP gespeicherte Änderung auf einer separat gerenderten Website erscheint, hängt davon ab, wie das Frontend die SEO-Werte übernimmt. Das lässt sich an einer einzelnen Seite prüfen, indem das Team nach einer Änderung den tatsächlich ausgelieferten Seitentitel und die Meta-Beschreibung kontrolliert.

Quellen: Scan-Dokumentation · Autofix-Dokumentation

Für den Einstieg eignet sich eine überschaubare Domain mit vorhandenen Daten aus der Google Search Console. Das Team kann Ausgangswerte sichern, die Befunde mit seinem bisherigen SEO-Werkzeug abgleichen und erste Änderungen einzeln prüfen. Vor dem Einsatz von Autofix sollte feststehen, wer Änderungen anwenden darf und wie sich die bisherigen Werte bei Bedarf wiederherstellen lassen. Fragen zu Sprachmodellen, Verarbeitungsorten und Datenflüssen gehören ebenfalls in die Vorbereitung. Welche KI-Crawler Zugriff erhalten, sollte das Unternehmen bewusst festlegen. Eine in der robots.txt gesetzte Sperre kann eine gewollte Entscheidung sein.

Portalworks unterstützt Unternehmen bei der Evaluierung des SEO & AEO Studio und bei der Einbindung in bestehende Liferay-Projekte.

Marc Hermann
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Marc Hermann, working with Liferay and Magnolia since 2008, replies personally.
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